Royal Pop nach zwei Wochen: Aufschlag sinkt, Preis bleibt über dem Ladenpreis
Die Wiederverkaufspreise für die Royal Pop sind von einem Höchststand am Tag der Markteinführung — dem 5,5x des Verkaufspreises — auf weniger als das Doppelte des Verkaufspreises zwei Wochen später gesunken, doch die Uhr wird immer noch zu einem Preis gehandelt, der über dem Ladenpreis von 385–400 € liegt.


Johannes FörsterChrono24
- Die durchschnittlichen Wiederverkaufspreise sind von rund 1.440 Euro in den ersten Tagen nach dem Verkaufsstart auf inzwischen knapp unter 1.000 Euro für die meisten Varianten gefallen. Eine Ausnahme: Die blaue Làn Ba wird weiter um die 1.600 Euro gehandelt.
- Die täglichen Kaufanfragen sind vom 2,9-fachen des MoonSwatch-Peaks von 2022 zum Start auf rund das 1,4-fache zwei Wochen später zurückgegangen. Die Nachfrage hat ihren Höhepunkt hinter sich, liegt aber weiter über jeder früheren Swatch-Kollaboration.
- Die Zahl der neuen Inserate pro Tag liegt mehr als 80 Prozent unter dem Höchstwert der ersten Tage, während die erste Verkäuferwelle abebbt.
- Die schwarze Referenz ist weiterhin die meistgehandelte Variante. Das Gesamtbild folgt jeder früheren Swatch-Kollaboration: ein steiler Ausschlag zum Start, dann einige Wochen der Abkühlung.
Karlsruhe,3.Juni 2026. Zwei Wochen nach dem Verkaufsstart der Royal Pop von Swatch und Audemars Piguet ist der anfängliche Aufschlag zurückgegangen. Daten von Chrono24, dem weltweit führenden Online-Marktplatz für Luxusuhren, zeigen, dass die durchschnittlichen Wiederverkaufspreise von rund 1.440 Euro in den ersten Tagen auf heute knapp unter 1.000 Euro für die meisten Varianten gefallen sind, bei einem Ladenpreis von 385 bis 400 Euro. Gemessen am Ladenpreis wird die Bewegung noch deutlicher: Am ersten Handelstag wechselte die Royal Pop zum rund 5,5-fachen ihres Ladenpreises den Besitzer, dem höchsten Aufschlag des gesamten Zeitraums, und liegt zwei Wochen später bei unter dem Doppelten. Käufer, die die Preise der ersten Tage gezahlt haben, liegen heute über dem aktuellen Marktniveau, doch die Royal Pop verkauft sich weiterhin teurer als im Laden.

Balazs Ferenczi, Head of Brand Engagement bei Chrono24: „Am teuersten war die Royal Pop am ersten Wochenende, als die Nachfrage am höchsten war. Dieser Aufschlag ist heute weitgehend verschwunden. Geblieben ist eine Uhr, die sich immer noch über dem Ladenpreis verkauft, aber zu einem Preis, der für jemanden passt, der sie wirklich tragen will.“
Die Nachfrage hat ihren Höhepunkt hinter sich
Die Kaufanfragen haben seit dem Start nachgelassen. Auf dem Höhepunkt erreichten die täglichen Anfragen das 2,9-fache des höchsten Werts, den die MoonSwatch jemals im März 2022 erreicht hatte. Zwei Wochen später liegen sie beim rund 1,4-fachen dieses Werts. Der anfängliche Ansturm ist vorbei, aber das Interesse an der Royal Pop liegt weiter höher als alles, was eine Swatch-Kollaboration zuvor erreicht hatte.

Weniger neue Inserate
Die Preise der ersten Tage entstanden aus einem Ansturm der Nachfrage bei knappem Angebot. Mit nachlassender Nachfrage sind die Preise gefallen, und der Zustrom neuer Inserate hat sich parallel verlangsamt. In den ersten Tagen inserierten Verkäufer die Royal Pop fast doppelt so häufig wie seinerzeit die MoonSwatch im Jahr 2022. Zwei Wochen später liegt dieser Zustrom mehr als 80 Prozent unter dem Höchstwert der ersten Tage.

Ein bekanntes Muster
Jede bisherige Swatch-Kollaboration ist einer ähnlichen Kurve gefolgt: ein steiler Ausschlag zum Start, dann einige Wochen der Abkühlung, während das Angebot aufholt und die ersten Wiederverkäufer abverkaufen. Die Royal Pop folgt diesem Weg. Die schwarze Referenz, in den ersten Tagen die meistgefragte Variante, ist auch heute die meistgehandelte, sowohl bei den Anfragen als auch bei den abgeschlossenen Verkäufen.
Auch ein Detail wiederholt sich aus dem Jahr 2022. Die blaue Làn Ba wird weiter um die 1.600 Euro gehandelt, während sich der Rest der Reihe niedriger eingependelt hat, ganz so wie die Mission to Neptune nach dem MoonSwatch-Start teuer blieb, während die anderen Modelle nachgaben.
Über die Royal Pop hinaus: farbige Uhren
Die Royal Pop kommt in acht kräftigen Farben, und sie trifft auf einen Markt, der sich seit Jahren in genau diese Richtung bewegt. 2018 hatte rund jede sechste auf Chrono24 verkaufte Uhr ein farbiges Zifferblatt. Heute ist es eher jede vierte, ein Anteil, der über die vergangenen fünf Jahre um etwa 16 Prozent gewachsen ist. Blau ist mit deutlichem Abstand das beliebteste farbige Zifferblatt, während sich Grün und Pink über die Zeit vervielfacht haben.
Am stärksten zeigt sich dieser Geschmack an beiden Enden des Marktes. Im Einstiegssegment, wo die Royal Pop liegt, ist Farbe allgegenwärtig, etwa bei beliebten Linien wie der Seiko Presage, der Oris Aquis und der Doxa Sub. Im oberen Segment ist sie ebenso etabliert und prägt Ikonen wie die Patek Philippe Nautilus und die Vacheron Constantin Overseas.
Audemars Piguet hat das in dieser Woche unterstrichen und am 2. Juni sechs neue, farbenfrohe Royal Oak Offshore Selfwinding Chronographen vorgestellt, in Türkis und Gelb, in Orange und in Pink.

Über Chrono24
„Chrono24 – The World’s Watch Market“ ist seit 2003 der weltweit führende Online-Marktplatz für Luxusuhren. Mit mehr als 600.000 Uhren von über 3.000 Händlern und 60.000 Privatverkäufern in mehr als 150 Ländern erreicht das Portal rund neun Millionen Unique Visitors pro Monat. Chrono24 bietet mit einem großen kombinierten weltweiten Angebot an neuen, gebrauchten und Vintage-Uhren ein umfassendes Serviceportfolio. Dies ermöglicht es Käufern und Verkäufern, ihre Transaktionen in einer vertrauenswürdigen Umgebung abzuwickeln. Chrono24 beschäftigt über 350 Mitarbeitende in seinen Büros in Deutschland (Karlsruhe und Berlin), Miami, Tokio, Hongkong und an weiteren Standorten.
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